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Der Landesfürst Johann Friedrich von Schwarzburg–Rudolstadt erhielt am 8. September 1760 ein Gesuch, in dem er gebeten wurde, der Errichtung einer Porzellanmanufaktur gnädigst zuzustimmen. Absender war Georg Heinrich Macheleid, dem es gelungen war, das geheimnisvolle Arkanum zu entschlüsseln.
Johann Friedrich ließ Macheleid nicht lange warten. Bereits am 4. Oktober 1760 gab er sein fürstliches Einverständnis. Damit war der Grundstein zu einer Porzellanmanufaktur gelegt, die ab 1762 in Volkstedt ansässig, eine Monopolstellung innerhalb des Fürstentums genoss.
2006/07 wurde die "Aelteste Volkstedter Porzellanmanufaktur" behutsam zu einer „Gläsernen Porzellanmanufaktur“ umgestaltet. Sie zählt heute zu den renommiertesten Porzellanmanufakturen der Welt und wird auch in Zukunft mit ihren Künstlern diesem Anspruch verpflichtet bleiben.
Die "Aelteste Volkstedter Porzellanmanufaktur" ist die älteste der heute noch produzierenden Manufakturen Thüringens. Die heutige Kunstwissenschaft bescheinigt ihr, die eigentliche Wiege der Thüringer Porzellanfigur zu sein. Die Volkstedter Figuren sind aus guter Beobachtung heraus großzügig und sicher modelliert und besitzen durch ihre Lebendigkeit und Natürlichkeit einen unvergleichlichen Charme. Figuren und Figurenpaare standen schon damals auf einem Natursockel. Die meist ländliche Themenvielfalt zeigt Schäfer, Gärtner, Fischer, Jäger, Tiere und Darstellungen der Jahreszeiten.
250 Jahre Porzellanland Thüringen:
Besucher können nun die kunsthandwerkliche Entstehung der Werke bei einem Blick über die Schulter des Künstlers verfolgen. Außerdem berichten Museumsabschnitte anhand von Mustervorlagen, Modellen oder historischen Dokumenten über die Entwicklung der Manufakturen.
Werksführungen:
Mo-Do 10 und 13 Uhr
Fr-Sa nach Vereinbarung
Werksverkäufe:
Mo-Fr 09-17 Uhr
Sa 10-15 Uhr
Zugang zur Schauhalle, dem Werksverkauf und zu den Führungen ebenerdig.