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Geismar
Urkundliche Ersterwähnung 1138. Das im äußeren Süden
des Landkreises Heiligenstadt gelegene Geismar ist wegen
seiner Lage am Fuße des Hülfenberg, des Landesheiligtums
des Eichsfeldes, weit über dessen Grenzen hinaus bekannt.
Viele Sagen ranken sich um den Hülfensberg und seine
Umgebung. 1812 wurde in Geismar der Bekennerbischof
Dr.Konrad Martin geboren. Nach Joh.Wolf zählt Geismar zur
ersten Siedlungsperiode unserer Heimat. Die Silbe "mar"
bedeutet so viel wie Wasser, Sumpf, Wiese.
Geismar kann also als Geiswiese verstanden werden.
Im Jahre 1318 besaß Kurmainz hier 6 Hufen und 9 Höfe.
Das Rittergut in Geismar zählte zu den Burglehen des
Bischofstein. Das Patronatsrecht über die Kirche
ging 1357 vom Martinstift Heiligenstadt auf das
Kloster Anrode über. 1420 belehnte Kurfürst Konrad die von
Ershausen mit einem Vorwerk und einer Mühle in Geismar.
Im 30jährigen Krieg hatte Geismar schwer zu leiden.
1631 wurde der Ort von Hessen geplündert, 1640 teilweise
eingeäschert. Auch die Kirche fiel damals den Flammen
zum Opfer.