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Verheerende Brände hatten wenig Bausubstanz übrig gelassen. Zwei große Stadtbrände in den Jahren 1902 und 1908 vernichteten den überwiegenden Teil der Häuser in der Markt- und Thomasstraße. Bis 1910 entstanden hier zwei Straßenzüge in den unterschiedlichsten Spielarten des Jugendstils, die bedeutend zur Bereicherung des Greizer Stadtbildes beitragen. Das Treppenhaus des 1904 erbauten Hauses in der Burgstraße 5 kann als schönstes Beispiel floralen Architekturdekors angesehen werden. Ein auffallendes Gebäude ist das Eckhaus Burgstraße/Marktstraße, da es ein großes farbiges Glasmosaik aufweist, das einen Gürtler bei der Arbeit zeigt und dadurch einen Bezug zum Beruf des Bauherren erkennen lässt. Es gibt weitere Beispiele für figurative Gestaltungen mit Anklängen an den „Symbolismus“ und die „Heimatkunst“. Letzterem ist das „Tunnelwappen“ in der Thomasstraße zuzuordnen. Die Einflüsse des Jugendstils im Gesamtbild der Stadt geben Greiz im Vergleich mit anderen Städten, Greiz als Mitglied der Route "Art Noveau" , einen Vorrang. Nähere Erläuterungen zum Jugendstil erhalten Sie während einer historischen Stadtführung.
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