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Der Thüringer Wald ist eine der bedeutendsten Glasregionen in Mitteleuropa. Seit dem 12. Jahrhundert wird hier Glas hergestellt. Das Museum in der lebendigen Glasbläserstadt Lauscha präsentiert das Thüringer Glas vom späten Mittelalter bis in die Gegenwart. Dem in Lauscha erfundenen gläsernen Christbaumschmuck ist ein eigener Raum gewidmet. In einer "historischen Glasbläserwerkstatt" kann nachvollzogen werden, wie der Christbaumschmuck traditionell hergestellt wird.
In der Absicht das Porzellan zu imitieren, schmolzen manche thüringische Hütten eine spezielle Art Milchglas – das Beinglas. Sie setzten dem Gemenge Knochenasche hinzu. Mit der zunehmenden Verbreitung des Porzellans gegen Ende des 18. Jahrhunderts schlief das Interesse am Beinglas als Porzellanersatz ein. Dieses Thema stellt den Beginn der Thüringer Porzellanfertigung von einer anderen Betrachtungsebene dar und ist ein Bindeglied zwischen den Werkstoffen Glas und Porzellan.
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