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Die Mutterkirche des Eichsfeldes erhebt sich "Auf dem Berge", dem ältesten Siedlungsgebiet Heiligenstadts, als ein beeindruckendes Bauwerk voller Schönheit. Im Volksmund wird die gotische Basilika auch "Bergkirche" genannt. Sie entstand in fast zweihundertjähriger Bauzeit (1304 - 1487) aus festem roten und weißen Sandstein. Als Urkirche wird 850 eine aus Holz gebaute Bergkapelle erwähnt, die im 13. Jahrhundert einem Steinbau weichen mußte. Von diesem Bauwerk ist in der jetzigen Kirche noch die Krypta erhalten. Die Chorpartie mit den schmalen hohen Fenstern und der errichtete Turm wirken imponierend im Stadtbild. Ein Meisterwerk der Architektur ist das Rosettenfenster über dem beeindruckenden Figurenportal der Westfassade. Über dem Nordportal sieht man die plastische Darstellung des hl. Martin mit dem Bettler Tympanon, welche einen hohen künstlerischen Wert hat. Dieses Relief aus dem 14. Jahrhundert wird auch als "Heiligenstädter Reiter" bezeichnet. In den Jahren 1862 - 1868 wurde die ehemalige Stiftskirche im Inneren stilgerecht renoviert. Der Martinsstift wurde 1803 durch König Friedrich Wilhelm III. aufgehoben, die traditionsreichste katholische Kirche geschlossen und sodann der evangelischen Gemeinde als Gotteshaus übergeben.
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