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Sanfte Hügel, klare Bäche – der Werra-Obermain-Radweg verläuft als Spange zwischen der Werra in Südthüringen und dem Main in Bayern im Landkreis Hildburghausen durch die idyllische Landschaft des Heldburger Unterlandes.
Beginnend in der Kreisstadt Hildburghausen, die mit ihrer barocken Altstadt, dem malerischen Schlosspark und dem auf dem Markt gelegenen Renaissance-Rathaus auf ihren ehemaligen Residenzstatus verweist, geht es durch unberührte Natur Richtung Südwesten - die Gleichberge als Wahrzeichen der angrenzenden Grabfeldregion immer in Sichtnähe voraus.
Bei Stressenhausen lädt die Hutelandschaft Rodachaue, wo Konik-Pferde und Heck-Rinder sowie seltene Vogelarten in freier Wildbahn zu beobachten sind, zu einem Besuch ein.
Es schließt sich in Streufdorf das Zweiländermuseum Rodachtal an. Untergebracht in der denkmalgeschützten Kemenatenanlage des malerischen Dörfchens, berichtet es über die Regionalgeschichte der umliegenden fränkischen Grenzregion und deren 40jährigen Teilung.
Von Seidingstadt aus lohnt sich ein kurzer Abstecher zur Burgruine Strauf. Auf einem erloschenen Vulkankegel erbaut, hat man von hier einen weiten Panoramablick auf das gesamte Heldburger Unterland und erspäht bereits die über der Stadt Heldburg thronende Veste Heldburg.
Die auch als „Fränkische Leuchte“ bezeichnete Burganlage wird demnächst das Deutsche Burgenmuseum beherbergen, derzeit existiert eine kleine Ausstellung zur wechselhaften Geschichte des wunderschön restaurierten Renaissancebaus.
Nach Einöd und Lindenau, letzteres ein durch den Ortsteil Friedrichshall mit seiner ehemaligen Saline und Bitterwasserproduktion bekanntes Fachwerkdorf, verlässt der Werra-Obermain-Radweg schließlich Thüringen und hat über Seßlach Anschluss an das bayrische Radwegenetz.