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Werra-Rodachtal-Radweg

Das fränkische Hügelland erleben – der Werra-Rodachtal-Radweg verläuft entlang des Flüsschens Rodach und verbindet auf diese Weise den auf Thüringer Seite gelegenen Landkreis Hildburghausen mit dem Bayrischen Landkreis Coburg.

Von der ehemaligen Residenzstadt Hildburghausen aus verläuft der Werra-Rodachtal-Radweg zunächst in südlicher Richtung bis Stressenhausen gemeinsam mit dem Werra-Obermain-Radweg. Zwischen Stressenhausen und Steinfeld lohnt ein Abstecher zur Hutelandschaft Rodachaue. Hier werden Konikpferde und Heckrinder ganzjährig zur Pflege der Rodachwiesen im Freiland gehalten. Steinfeld steht mit seinem malerischen Ortskern und den beiden Naturdenkmälern, der etwas abseits gelegenen Karstquelle „Bergloch“ sowie der Tanzlinde mit dem Schwanenbrunnen in der Ortsmitte, stellvertretend für den Reichtum der Region an historischem Fachwerkbau, fränkischer Tradition und idyllischer Landschaft.

Gleich an Steinfeld schließt sich die Ortschaft Eishausen an, deren Geschichte eng mit dem „Dunkelgrafenpaar“ verbunden ist. Dieses hat mehrere Jahre im ehemaligen Schloss verbracht, das Grab des „Dunkelgrafen“ befindet sich daher auf dem örtlichen Friedhof, die Dunkelgräfin fand ihre letzte Ruhestätte hingegen in Hildburghausen.

Nach Adelhausen verlässt der Werra-Rodachtal-Radweg Thüringen und führt auf bayrischer Seite durch Bad Rodach und Gauerstadt, um dann wieder in den Landkreis Hildburghausen und das Heldburger Unterland zurückzukehren. Nahe der ehemaligen innerdeutschen Grenze befindet sich heute eine Gedenkstätte für die erst 1978 geschliffene Wüstung Billmuthhausen.

Anschließend erreicht man Bad Colberg, das im Jahr 2002 die staatliche Anerkennung als Ort mit Heilquellenkurbetrieb erhielt. Die Terrassentherme der ortsansässigen Rehabilitationsklinik Bad Colberg GmbH bietet Erholung und Entspannung.

Ummerstadt, mit ca. 530 Einwohnern die kleinste Stadt Thüringens und zweitkleinste Stadt Deutschlands, verfügt über einen gut erhaltenen historischen Stadtkern mit fränkischen Fachwerkbürgerhäusern, der als Flächendenkmal unter Schutz gestellt ist.

Weiter geht es in das bayrische Gemünda, wo der Werra-Rodachtal-Radweg zunächst wieder auf den Werra-Obermain-Radweg aufschließt und über Seßlach Anschluss an das bayrische Radwegenetz hat.

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Routendaten

  • Gesamtlänge: 52 km
  • Länge in Thüringen: 23 km
  • Ausgangspunkt in Thüringen: Hildburghausen
  • Endpunkt in Thüringen: Ummerstadt
  • Höhenunterschied: 422 bis 275 m über NN
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Beschaffenheit des Weges: 15 km Asphalt, 8 km Wald-Wiesenweg

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